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Die Physiker - Friedrich Dürrenmatt

Ein Mord geschieht in einer Nervenheilanstanlt. Der ermittelnde Komissar ist verärgert, denn es ist schon der zweite Mord an einer Krankenschwester durch einen Patienten und ihm sind die Hände gebunden, da die Anstaltsleitung ihn nicht unterstützt.

Die drei letzten Pflegefälle der Anstalt halten sich für Albert Einstein und Sir Isaac Newton, sowie Johann Wilhelm Möbius, dem König Salomon erscheint. Es stellt sich herraus, dass Möbius tatsächlich ein begnadeter Physiker ist und eine Formel entdeckt hat, die in den falschen Händen die Welt vernichten könnte.
Die beiden anderen sind Geheimagenten und halten sich seit drei Jahren in der Anstalt auf um ihn auszuspionieren und für ihre Regierung zu gewinnen.
Jeder der drei Physiker ermordet eine Krankenschwester, um sein jeweiliges Geheimnis zu wahren. Als deshalb die Polizei eintrifft, vernichtet Möbius seine Formeln. Mathilde von Zahnd, die Besitzerin und Chefärztin des Irrenhauses, gleichzeitig auch die einzig wirklich Irre, hat  sämtliche Aufzeichnungen schon kopiert (wobei sie ernsthaft im Auftrag König Salomos zu handeln glaubt) und will nun die Weltherrschaft an sich reissen.



Ich finde das Buch fantastisch! Am besten gefällt mir die Stelle, an der Newton dem Komissar gesteht, dass er garnicht wirklich Newton sei! Er sei eigentlich Einstein! Aber das könne er Einstein ja schlecht sagen, sonst würde dieser ja verrückt!

Es ist kurz und eine wunderbare Satire auf den Willen und die Unfähigkeit die Welt vor (schlechtem) Fortschritt zu bewahren.
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